Das Video kommt von einer Seite des Schweizerischen Pensionkassenverbands ASIP. Die Seite erklärt unser 3-Säulenprinzip der Altersvorsorge und zeigt auf, wie unsere Pensionskassen funktionieren.
Mann und Frau kann da auch nachlesen, was der Umwandlungssatz ist, über den wir abstimmen.
Wenn man das genau liest und sich einige eigene Gedanken macht, wird jedem klar, wie er abstimmen muss.
Die Initianten machen geltend, das Volksbegehren diene der Entlastung der obligatorischen Krankenversicherung. Dass Geburten teuerer sind als Abtreibungen, wird ganz einfach übergangen.
Da wird doch wieder versucht, durch die Hintertür etwas durchzusetzten, das durch die Fristenregelung im Jahr 2002 mit 72% Ja-Stimmen klar definiert wurde. Es wundert uns nicht, dass an vorderster Front dieser Initative SVP-Nationalrat Peter Föhn steht. Seine Partei ist ja dafür bekannt, vor allem mittels Initiativen und Polemik zu politisieren, statt konstruktiv zu arbeiten.
Rufen Sie ein klares NEIN, sollte jemand mit einem solchen Unterschriftenbogen auf Sie zu kommen, denn:
Eine Geburt kosten 10 mal mehr als eine Abtreibung.
Finanziell schwächere (oft junge) Frauen können den Eingriff nicht selbst bezahlen und landen vielleicht bei einem Pfuscher.
Die Initiative ist gegen den Schwangerschaftsabbruch und nicht für die Krankenkasse. Hier wird das Initiativrecht missbraucht!
Das Initiativkommitee akzeptiert den Entscheid des Volkes mit dem klaren Ja zur Fristenregelung und nimmt es nicht ernst.
Es ist zu hoffen, dass diese Initiative nicht zustande kommt. Neben der Verschwendung von Steuergeldern für die unnötige Abstimmung werden die ausländischen Medien unsere Schweiz mit viel Freude als hinterwäldlerisch darstellen.
Frisch zum neuen Jahr haben die rechtspopulistischen Kreise wieder mal ein rafiniertes Virus-Mail (Hoax in der Fachsprache) lanzieren können.
Erstaunlich, dass es immer wieder auch seriöse Blogger erwischt, Informationen ungeprüft zu übernehmen. So wird im Artikel “Offener Brief zum Grüß-Gott-Verbot” vom Blog SideEffects ein Brief veröffentlicht, der angeblich von einer jungen Lehrerin in der Schweiz sei, die dem Author namentlich bekannt sei.
Im Brief wird behauptet, in den Volkschulen der Schweiz sei es verboten, einander Grüss-Gott zu sagen, weil das die muslimischen Mitschüler beleidigen könnte. Anschliessend wird wieder mal eine rechtspopulistische Schmährede im Sinne “wenn es Euch nicht passt könnt ihr ja gehen”.
Dass dieser Brief mit grösster Wahrscheinlichkeit keine Meinung, sondern reine Propaganda und Stimmungsmache ist, lässt sich aus verschiedenen Punkten schliessen:
Im Dezember 2007 ging in Linz, Österreich das Gerücht herum, “Grüss Gott” sagen sein in der Schule verboten worden.
Auf der Seite Kreuz.net war eine entsprechende Falschmeldung vorhanden, die in allen anderen Artikeln zitiert wurde.
Im Brief der besagten “Schweizerin” wurde die Stelle einfach aus der Falschmeldung herauskopiert und übernommen.
Die “Lehrerin” hat sich nicht mal die Mühe gemacht, den Ausdruck “Grüß Gott” zu helvetisieren. Auf jeder schweizerischen Tastatur ist das scharfe ß gar nicht zu finden!
Mit wenigen Google-Suchen liess sich dieser Sachverhalt herausfinden. Wieso wird dieser “Brief” von vielen Bloggern einfach so übernommen. Laut Google wurde er schon 23 mal ins Netz gestellt. Oft sind es Foren, in die der Brief eingeschleust wurde. Scheinbar wurde dieser “Brief” gezielt verbreitet. “Seeding” nennt man dies in der Sprache des Virus-Marketing.
Es sehr einfach, solche Propaganda zu verbreiten, wenn jeder sie unkontrolliert übernimmt!
Bisher dachte ich, Herr Jäger gehört zu den Liberalen. Aber wie kann ein Liberaler für einen Beitritt zur EU eintreten, so lange diese so zentralistisch und unserer direkten Demokratie entgegen organisiert ist?
Eine Selbstbegrenzung der direkten Demokratie? Bisher hat unser System gut funktioniert. Wenn unsere Kollegen von ganz Rechts immer wieder mit ihren populistischen Aktionen beim Volk ankommen, liegt es nicht am System, sondern an der Glaubwürdigkeit der nicht ganz so rechten Politiker. Als Liberale Bücher-Kartelle einführen: so jemand werde ich niemals mehr wählen! Vielleicht wäre auch eine “Werte-Politik” zur bestehenden “Sach-Politik” einige Gedanken wert?
Unsere Rolle im internationalen Parkett sollten wir wirklich mal überdenken. Das Herumgewusel unserer Bundesrätin des EDA, ob mit oder ohne Kopftuch, hat mich bisher nicht sehr überzeugt.
Herr Jäger, Ihre Wunschliste überzeugt mich nicht. Die ist in meinen Augen alles andere als liberal. Habe ich Ihre politische Ausrichtung bisher falsch eingeschätzt?
Aber Herr Jäger hat mich auch dazu verführt, meine eigene Liste zu veröffentlichen.