Frauen sollen die Abtreibung selber bezahlen?
Erstellt von Charley Collins am Dienstag 26. Januar 2010
Abtreibungen sollen künftig nur noch in Ausnahmefällen von der Grundversicherung übernommen werden. Das verlangen Politiker der SVP, CVP, EDU und EVP.
Die Initianten machen geltend, das Volksbegehren diene der Entlastung der obligatorischen Krankenversicherung. Dass Geburten teuerer sind als Abtreibungen, wird ganz einfach übergangen.
Da wird doch wieder versucht, durch die Hintertür etwas durchzusetzten, das durch die Fristenregelung im Jahr 2002 mit 72% Ja-Stimmen klar definiert wurde. Es wundert uns nicht, dass an vorderster Front dieser Initative SVP-Nationalrat Peter Föhn steht. Seine Partei ist ja dafür bekannt, vor allem mittels Initiativen und Polemik zu politisieren, statt konstruktiv zu arbeiten.
Rufen Sie ein klares NEIN, sollte jemand mit einem solchen Unterschriftenbogen auf Sie zu kommen, denn:
- Eine Geburt kosten 10 mal mehr als eine Abtreibung.
- Finanziell schwächere (oft junge) Frauen können den Eingriff nicht selbst bezahlen und landen vielleicht bei einem Pfuscher.
- Die Initiative ist gegen den Schwangerschaftsabbruch und nicht für die Krankenkasse. Hier wird das Initiativrecht missbraucht!
- Das Initiativkommitee akzeptiert den Entscheid des Volkes mit dem klaren Ja zur Fristenregelung und nimmt es nicht ernst.
Es ist zu hoffen, dass diese Initiative nicht zustande kommt. Neben der Verschwendung von Steuergeldern für die unnötige Abstimmung werden die ausländischen Medien unsere Schweiz mit viel Freude als hinterwäldlerisch darstellen.










Montag 19. April 2010 um 14:17
Es wäre grundfalsch, die Kostenübernahme durch die Krankenkassen nur unter rein ökonomischen Gesichtspunkten zu betrachten. Ja, ein Kind kostet viel Geld. Aber eine Gesellschaft, die so knauserig ist, dass sie nicht einmal genügend Nachwuchs hervorzubringen und grosszuziehen vermag, um ihren eigenen Fortbestand sicherzustellen, ist dem Aussterben geweiht. Egoismus und Geiz sind nicht wirklich geil sondern einfach nur dumm und asozial.
Eine Krankenkasse ist wie der Name schon sagt, eine Versicherung gegen die Kostenfolgen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung und für die Gesundheitsvorsorge. Würde man den Krankenkassen die Kosten für “Schwangerschaftsabbrüche” (eine wirklich verniedlichende Bezeichnung für die willkürliche Tötung ungeborenen Lebens) aufbürden, hiesse das, Schwangerschaft als Krankheit zu deklarieren. Irgendwie pervers, nicht?
Mit dem Kostenargument müsste man konsequenterweise auch die Euthanasie über die Krankenkassen finanzieren. Schliesslich kostet es tausendmal mehr, eine alte und gebrechliche Person bis an ihr natürliches Lebensende zu pflegen und durchzufüttern, als sie mit einer Giftspritze vom Tropf der Gesellschaft zu befreien. Dr. Mengele lässt grüssen.
Die Fristenregelung regelt, wie der Name schon sagt, die Frist, bis der ein ungewollter Mensch vor seiner Geburt straffrei entsorgt werden kann. Das Volk hat nicht darüber abgestimmt, dass dies über die Krankenkassen finanziert werden soll.
Freitag 27. August 2010 um 22:33
Ich finde diese Initiative absolut frauenfeindlich! Die Frau soll die Abtreibung selber bezahlen?! Und wo bitte schön bleiben die Männer??!!!!!!!!
Freitag 27. August 2010 um 22:35
Ach ja, und noch was:
Die sollen doch mal schauen, wo man sonst noch Kosten sparen könnte im Gesundheitswesen. Nämlich da, wo noch 90 jährige alte Säcke operiert und zwangsernährt werden nur damit sie noch ein paar Monate ohne Lebensqualität im Spital vor sich hin vegetieren können.