Der Freiheiter

Meinungen zu Politik, Freiheit und Unwichtigerem

Was ist die 2. Säule?

Erstellt von Charley Collins am Sonntag 31. Januar 2010

Daniel Wyss hat auf ein Video verwiesen, das die 2. Säule erklärt, die gerade zur Abstimmung kommt: Was ist eigentlich die 2. Säule? – Daniel Wyss.

Das Video kommt von einer Seite des Schweizerischen Pensionkassenverbands ASIP. Die Seite erklärt unser 3-Säulenprinzip der Altersvorsorge und zeigt auf, wie unsere Pensionskassen funktionieren.

Mann und Frau kann da auch nachlesen, was der Umwandlungssatz ist, über den wir abstimmen.

Wenn man das genau liest und sich einige eigene Gedanken macht, wird jedem klar, wie er abstimmen muss.

Hier noch das Video:

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Von Artenvielfalt zu Wirtschafts- und Kulturvielfalt

Erstellt von Charley Collins am Sonntag 31. Januar 2010

Der Artikel Biodiversität geht uns alle an « Harald Jenk hat mich daran erinnert, dass Diversität nicht nur in der Biologie wichtig ist, sondern für uns Menschen auch in anderen Bereichen:

  • Wirtschaftsdiversität: Eine (Volks-)Wirtschaft muss eine grosse Vielfalt an Unternehmen und Arbeitangeboten haben, damit sie gesund ist und auch Krisen überstehen kann. Zu dominante Arten, für die zum Beispiel in der letzten Finanzkrise viel Geld aufgeworfen wurde, sind letzendlich ungesund und sollten eher vermieden werden.
  • Soziale Diversität: Es tut jedem Menschen gut, wenn er in seinem Freundeskreis Menschen aus verschiedenen sozialen Bereichen, Kulturen, Geschlechtern und Altersgruppen hat.
  • Kulturelle Diversität: Andere Kulturen kennenlernen hilft Menschen zu verstehen, dass es Unterschiede gibt und diese auch wichtig sind. Seine Kultur manchmal auch in Frage stellen und daran zu Arbeiten ist sinnvoll. Es macht aber auch Sinn, zur eigenen Kultur zu stehen. Tut man das nicht, dann lehnt man auch einen Teil seiner selbst ab, denn wir sind alle ein Produkt der Kultur, in der wir aufgewachsen sind und ein Teil von uns ist diese Kultur. Ob wir wollen oder nicht.

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Frauen sollen die Abtreibung selber bezahlen?

Erstellt von Charley Collins am Dienstag 26. Januar 2010

Abtreibungen sollen künftig nur noch in Ausnahmefällen von der Grundversicherung übernommen werden. Das verlangen Politiker der SVP, CVP, EDU und EVP.

Die Initianten machen geltend, das Volksbegehren diene der Entlastung der obligatorischen Krankenversicherung. Dass Geburten teuerer sind als Abtreibungen, wird ganz einfach übergangen.

Da wird doch wieder versucht, durch die Hintertür etwas durchzusetzten, das durch die Fristenregelung im Jahr 2002 mit 72% Ja-Stimmen klar definiert wurde. Es wundert uns nicht, dass an vorderster Front dieser Initative SVP-Nationalrat Peter Föhn steht. Seine Partei ist ja dafür bekannt, vor allem mittels Initiativen und Polemik zu politisieren, statt konstruktiv zu arbeiten.

Rufen Sie ein klares NEIN, sollte jemand mit einem solchen Unterschriftenbogen auf Sie zu kommen, denn:

  • Eine Geburt kosten 10 mal mehr als eine Abtreibung.
  • Finanziell schwächere (oft junge) Frauen können den Eingriff nicht selbst bezahlen und landen vielleicht bei einem Pfuscher.
  • Die Initiative ist gegen den Schwangerschaftsabbruch und nicht für die Krankenkasse. Hier wird das Initiativrecht missbraucht!
  • Das Initiativkommitee akzeptiert den Entscheid des Volkes mit dem klaren Ja zur Fristenregelung und nimmt es nicht ernst.

Es ist zu hoffen, dass diese Initiative nicht zustande kommt. Neben der Verschwendung von Steuergeldern für die unnötige Abstimmung werden die ausländischen Medien unsere Schweiz mit viel Freude als hinterwäldlerisch darstellen.

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“Grüß Gott”-Verbot-Propaganda

Erstellt von Charley Collins am Freitag 1. Januar 2010

Frisch zum neuen Jahr haben die rechtspopulistischen Kreise wieder mal ein rafiniertes Virus-Mail (Hoax in der Fachsprache) lanzieren können.

Erstaunlich, dass es immer wieder auch seriöse Blogger erwischt, Informationen ungeprüft zu übernehmen. So wird im Artikel “Offener Brief zum Grüß-Gott-Verbot” vom Blog SideEffects ein Brief veröffentlicht, der angeblich von einer jungen Lehrerin in der Schweiz sei, die dem Author namentlich bekannt sei.

Im Brief wird behauptet, in den Volkschulen der Schweiz sei es verboten, einander Grüss-Gott zu sagen, weil  das die muslimischen Mitschüler beleidigen könnte. Anschliessend wird wieder mal eine rechtspopulistische Schmährede im Sinne “wenn es Euch nicht passt könnt ihr ja gehen”.

Dass dieser Brief mit grösster Wahrscheinlichkeit keine Meinung, sondern reine Propaganda und Stimmungsmache ist, lässt sich aus verschiedenen Punkten schliessen:

  1. Im Dezember 2007 ging in Linz, Österreich das Gerücht herum, “Grüss Gott” sagen sein in der Schule verboten worden.
  2. Auf der Seite Kreuz.net war eine entsprechende Falschmeldung vorhanden, die in allen anderen Artikeln zitiert wurde.
  3. Im Brief der besagten “Schweizerin” wurde die Stelle einfach aus der Falschmeldung herauskopiert und übernommen.
  4. Die “Lehrerin” hat sich nicht mal die Mühe gemacht, den Ausdruck “Grüß Gott” zu helvetisieren. Auf jeder schweizerischen Tastatur ist das scharfe ß gar nicht zu finden!
  5. Der Brief wurde im August schon auf dem Frauenblog veröffentlicht, seinerzeit aber mit österreichischen statt schweizerischen Schulen!
  6. Und zu guter Letzt: Der grösste Teil des Briefes wurde schon im August 2007 wortwörtlich im Artikel Einwanderer, nicht Australier, sollen sich anpassen veröffentlicht.

Mit wenigen Google-Suchen liess sich dieser Sachverhalt herausfinden. Wieso wird dieser “Brief” von vielen Bloggern einfach so übernommen. Laut Google wurde er schon 23 mal ins Netz gestellt. Oft sind es Foren, in die der Brief eingeschleust wurde. Scheinbar wurde dieser “Brief” gezielt verbreitet. “Seeding” nennt man dies in der Sprache des Virus-Marketing.

Es sehr einfach, solche Propaganda zu verbreiten, wenn jeder sie unkontrolliert übernimmt!

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